WENN LICHT ZUM ERLEBNIS WIRD
- 30. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Feb.
Wenn Beleuchtung einen Raum nicht nur erhellt, sondern einer Inszenierung gleicht, dann war möglicherweise Alexander Mühleck am Werk. Mit viel Gespür für Raumgestaltung, ungewöhnlichen Ideen und einem reichhaltigen Erfahrungsschatz erschafft er einzigartige Lichtkonzepte.

Wie beleuchtet man einen Keller? Man montiere ein paar hell strahlende Deckenlampen, verkabele sie – fertig ist die praktische, kostengünstige Lösung. Wenn es um Beleuchtung geht, hat Alexander Mühleck eine grundlegend andere Herangehensweise – nicht nur bei Kellern. Aber bleiben wir bei diesem Beispiel, in diesem Fall ist es ein Kellergewölbe des Hotels und Weinguts Meintzinger in Frickenhausen am Main.
Gemeinsam mit seinem achtköpfigen Team sorgt Alexander Mühleck nicht einfach nur für Licht, er macht es erlebbar. Sein Credo: „Licht muss man erfahren.“

„Am Anfang steht immer die Frage nach der Raumgestaltung. Erst wenn wir wissen, welchen Zweck der jeweilige Raum hat und wie er genutzt wird, starten wir mit der Lichtplanung“, erklärt der Experte. Und: „Ein schön gestalteter Raum zeichnet sich durch Lichtinseln aus – also helle und dunklere Bereiche.“ Deswegen arbeitet Mühleck stets mit engagierten Architekten zusammen, eine Innenarchitektin zählt zu seinem Team.
Das war auch bei Meintzinger nicht anders. Die Entwürfe zum Gewölbe stammen von Reinhard May, geschäftsführender Gesellschafter von mayarchitekten in Würzburg. „Gemeinsam haben wir zunächst das Projekt in seiner Gesamtheit betrachtet. Erst als klar war, wie das Gewölbe eingerichtet und gestaltet sein würde, haben wir mit der Planung der Beleuchtung begonnen und anschließend in enger Abstimmung mit Reinhard May umgesetzt“, sagt Johannes Bemmann, Projektmanager bei Lichtraum. Alexander Mühleck ergänzt: „Wir fragen uns immer ‚Was braucht der Raum für ein Licht und wie wirkt es?‘“

Unsere Herausforderung bestand darin, einen Arbeitsraum – in diesem Fall ein als Weinkeller genutztes Gewölbe – so zu beleuchten, dass er zur Partylocation umfunktioniert werden kann.
Alexander Mühleck
Geschäftsführer der Lichtraum GmbH

Bei der Planung berücksichtigen die Lichtexperten natürlich die Wünsche der Kunden. Im Fall des Gewölbekellers sollte zwar ein Raum für Feiern entstehen, gleichzeitig musste aber gewährleistet sein, dass auch weiterhin dort gearbeitet werden kann. „Einerseits gemütliches, gedämpftes Licht, das die Edelstahltanks sowie die übrige Einrichtung gut in Szene setzt, andererseits Helligkeit, wenn dort der Alltagsbetrieb eines Weinguts läuft“, bringt Bemmann die Herausforderung auf den Punkt.
Dank der jahrzehntelangen Erfahrung finden Mühleck und sein Team stets auch ungewöhnliche Lösungen. „Dank der LED-Technik sind unsere Möglichkeiten heute beinahe grenzenlos. Für das Meintzinger-Projekt haben wir beispielsweise alte, rostige Stahlringe von Weinfässern zu Leuchten umgebaut.“ Zum Einsatz kamen LED-Streifen mit Tunable White-Funktion. Per App-Steuerung lässt sich die Lichttemperatur von warmen 1.900 Kelvin stufenlos auf kaltweiße 4.000 Kelvin einstellen.

Viele Lösungen entstehen bei Lichtraum individuell in der eigenen Werkstatt. „Wir sind immer neugierig auf Neues. Wenn es sein muss, tüfteln und experimentieren wir so lange, bis wir mit dem Ergebnis zufrieden sind. Uns ist kein Bauteil zu schade, um darüber nachzudenken, ob man darin Licht integrieren kann. Wichtig ist am Ende, dass es im Alltag funktioniert“, so Alexander Mühleck. Wie die Beleuchtung der Treppe, die hinunter ins Gewölbe führt: Die Seiten der Stufen sind indirekt illuminiert, der mittig angebrachte Handlauf hat an der Unterseite zwei durchgehende Lichtstreifen.
Ausgefallene Lichtkonzepte verwirklichen Alexander Mühleck und sein Team mittlerweile überregional. „In einem Radius von rund 100 Kilometern um Würzburg sind wir hauptsächlich aktiv, aber wir realisieren Projekte bundesweit und auch im Ausland, wenn die Kunden es wünschen“, betont Mühleck. Zu den Kunden zählen Unternehmen, Arztpraxen, Hotels und Gastronomie, aber auch Privatleute. „Das Spannende an unserer Arbeit ist“, so Mühleck, „jeder Auftrag ist individuell auf seine Art herausfordernd.“




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